Schulung für ChorleiterInnen und SängerInnen

Datum:30.03.2019

Vom musikalischen „Bandenkrieg“ zur bühnenreifen Choreographie
Chorfortbildung bewegt Sängerinnen und Sänger

Voller Körpereinsatz war gefragt bei der bewegten Chorleiterfortbildung des KreisChorverbandes Meschede am vergangenen Samstag. Über 60 Sänger und Sängerinnen nebst Chorleitern ließen sich anstecken von Motivation, Bewegungsfreude und Ausdrucksstärke der Olsberger Tanzpädagogin Davina Sauer. Ausdrucksintensität und Ausstrahlungskraft gehören zu einem publikumswirksamen und gelungenem Chorauftritt, der erst dann authentisch wirkt, wenn die gesungene Botschaft auch wirklich verkörpert wird und der Zuhörer dem Chor ansieht, was er da gerade singt.
Eigene Körperwahrnehmung zwischen totaler Schlaffheit und maximaler Anspannung auszuprobieren, das richtige Maß an Fokussierung, Offenheit und Publikumsanbindung zu finden, waren Bausteine des fünfstündigen Kurses im sonnendurchfluteten Saal des Kolpinghauses.
Die von KreisChorleiter Thomas Fildhaut eingeführten Musikbeispiele reichten vom einfachen Kanon über „Sailing“ und einem Swing-Groove bis hin zu Peter Maffays „Sieben Brücken“.
Textaussagen ausloten, Gefühlen nachspüren und dann in behutsame kleine Ensemble-taugliche Gesten und Moves umzusetzen, das war dann die Aufgabe der kompetenten Choreographin, die mit Humor und ansteckender Kreativität die Teilnehmer herausforderte.
So bildeten sich beispielsweise zwei „Gangs“ aus der Gesamtgruppe, die einander zusangen; hier war gegenseitiges Beobachten und Reagieren gefragt; beim Standbilder-Bau von Märchenszenen in Kleingruppen kam es an auf überzeugende klare Darstellungsweise unter Einbindung aller Gruppenmitglieder, so wie eben auch im Chor alle Singenden an der glaubwürdigen und klaren Präsentation ihres Songs beteiligt sind. Besondere Momente gab's schließlich , als Davina Sauer das Ensemble auf die Bühne stellte und die Teilnehmer ihren Lieder mit feinen aber doch intensiven und stimmigen Körperhaltungen und -bewegungen Ausdruck gaben und das ohne jeglichen Hauch von Theatralik. . „ Obwohl jeder für sich sang, hatte ich das Gefühl , in einer starken Gemeinschaft zu sein, die als lebendiges Ganzes Musik macht“, so fasste eine Teilnehmerin ihre Gefühle nach dem „Auftritt“ zusammen.
Chormusik auf solche Weise lebendig und erlebbar zu machen für Aktive und Zuhörer – diesem Anspruch wurde diese Fortbildung bestens gerecht, wie ein Blick in die geschafften aber höchst zufriedenen Gesichter der Sängerinnen und Sänger zum Abschluss bewies. Bleibt zu wünschen, dass die Freude an der Gestaltungsvielfalt, am Singen „mit Leib und Seele“ durch die Kursteilnehmer hineinwächst in die knapp 50 Chöre des KreisChorVerbandes Meschede.



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SONGtag 2025 ein Popchor-Workshop voller Energie am 17.08.2025

Über 130 motivierte Sängerinnen und Sänger aus mehr als zwanzig Chören an zwei Tagen, intensive Probenarbeit und ein musikbegeistertes Miteinander – das alles unter Leitung von Deutschlands wohl bekanntestem Arrangeur, Popchor-Coach und „Aushängeschild“ der modernen Chorszene Carsten Gerlitz aus Berlin: der SONGtag 2025 des KreisChorVerbandes Meschede– diesmal als Wochenende am 16./17.August – begeisterte alle Beteiligten.


Locker und herzlich zugewandt, aber in der Sache klar und präzise, wenn es um die effektive Umsetzung seiner musikalischen Ideen zur Interpretation von Popmusik im dreistimmigen Chor ging – so kombinierte Carsten Gerlitz straffe Probenarbeit und einen hohen Spaßfaktor mit dem Ziel, authentischen, frischen und berührenden Chorgesang erklingen zu lassen.
Durchsetzt mit zahlreichen Tipps zu Stimmbildung, Phrasierung, Aufstellung und Probenmethoden für die zahlreich anwesenden Chorleitenden stellte Gerlitz zahlreiche Chor-Arrangements aus seiner Feder vor, zum größten Teil noch unveröffentlicht, was den Reiz natürlich erhöhte. Die Titelauswahl spiegelte dabei seinen Anspruch wider, Songs zu präsentieren, die eine klare Botschaft enthalten und das Publikum „anfassen“:
„Halt mich“, „Fix you“, „Junimond“, „Super Trooper“, „A million dreams” und der Motto-Titel für Chöre schlechthin: „Die Welt braucht Lieder“ von Udo Jürgens.
Nach jeweils gut fünf Stunden Chorsingen war den Teilnehmenden die Herausforderung aus Konzentration, stimmlicher Arbeit und mentaler Präsenz anzumerken – schlussendlich überwog die Begeisterung und der Stolz, so viele Impulse und ansteckende Motivation „getankt“ zu haben. Auch Carsten Gerlitz zeigte sich ob des Engagements, der schnellen Auffassungsgabe und der stimmlichen Qualitäten der buntgemischten Ensembles nachdrücklich beeindruckt. Sein berlinerisches Fazit kann der KreisChorverband Meschede als Veranstalter nur unterstreichen: „Det war dufte!“